Dienstag, 6. September 2011 - Peter Engemann
FDP zweifelt an der Umweltzonenstrategie der Stadt Stirböck: Stadt Mainz zeigt wie es besser geht – Umweltzone keine Antwort auf Stickstoffdioxidbelastung

(Foto: unartix.de)
Stirböck weist zudem darauf hin, dass die Stadt Offenbach keine nachgewiesenen Feinstaub (PM 10)- Überschreitungen, aber eine hohe Stickstoffdioxidbelastung (NOx). „Umweltzonen geben auf diese aber keine Antwort“, so Stirböck. Im Gegenteil, das hessische Verkehrsministerium argumentiere: „Bei den bisher eingerichteten Umweltzonen konnte der Nachweis der Nachhaltigkeit nicht geführt werden. Die erwartete Verbesserung der Luftqualität ist in der Regel nicht eingetreten. Erfahrungen haben gezeigt, dass nach Ausweisung von Umweltzonen zahlreiche Fahrzeugbesitzer ihre Dieselfahrzeuge mit Rußpartikelfilter nachrüsten. Dies führt dazu, dass diese Autos nun einen höheren Stickstoffdioxidausstoß haben. Auch die neueste Fahrzeugtechnik, die sogenannte Euro 5-Norm, weist zwar einen geringeren Schadstoffausstoß auf, doch die Reduzierung beim Stickstoffdioxid ist relativ gering. Diese Fahrzeuge erhalten alle eine grüne Plakette und können ungehindert in eine Umweltzone einfahren.“ Stirböck befürchtet zudem das vor allem kleinere und mittlere Handwerksbetriebe und Privathaushalte von der Umweltzone über Gebühr betroffen wären, ohne dass dem ein „verhältnismäßiger Nutzen“ entgegensteht.
Ein „stures Festhalten“ am bisherigen Plan und an der „effekthascherischen Umweltzone“ hindere die Stadt bei einer gezielten Lösung der speziellen Emissionsproblematik in der Stadt Offenbach voranzukommen.
